Verjährung und Verwirkung ärztlicher Honorarforderungen (1/2)

Häufig kommt es zu der Frage, ob eine ärztliche Honorarforderung auch einige Jahre nach der Behandlung noch durchsetzbar ist.

Hier ist grundsätzlich zu beachten, dass der Beginn einer Verjährungsfrist die Entstehung des Anspruchs voraussetzt. Da die ärztliche Honorarforderung allerdings nicht mit Beendigung der Behandlung entsteht, sondern erst mit einer den Anforderungen des § 12 GOÄ entsprechenden Rechnungsstellung, ist zur Prüfung einer möglichen Verjährung das Datum der Rechnungsstellung auschlaggebend, nicht das der Leistungserbringung.

Ist ein Anspruch durch Erteilung einer Rechnung entstanden, unterliegt die Honorarforderung der regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist. Diese beginnt mit Ende des Jahres, in dem die Rechnung gestellt wurde, zu laufen.

Ist die Rechnungsstellung bisher unterblieben, kann die Forderung auch nicht verjähren. In diesem Fall besteht das Risiko einer Verwirkung.

Wenn Sie noch nicht verjährte ärztliche Honorarforderungen aus alten Rechnungen geltend machen wollen, unterstützt Rechtsanwältin Barbara Timm Sie gerne bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

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