IGeL-Leistungen werden für Patienten nicht sinnvoller

Nach einem Bericht von Spiegel Online werden die auch hier im Blog schon hinterfragen „individuellen Gesundheitsleistungen“, d.h.  jene Leistungen, die nicht im Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind und von Vertragsärzten ihren gesetzlich versicherten Patienten gegen private Zahlung angeboten werden.

Der Nutzen für die Patienten hat sich offenbar nicht verbessert, ein ganz überwiegender Teil der angebotenen Leistungen ist entweder nutzlos, seine Wirkung nicht bewiesen oder Gefahr und Nutzen aus einer Behandlung mit IGeL-Leitungen halten sich die Waage.

Hinzu kommt der große Unsicherheitsfaktor, der durch diesen wirtschaftliche Aspekt in die Arzt-Patientenbeziehung tritt und der im ansonsten in der GKV vorherrschenden Sachleistungsprinzip nicht auftreten kann. Hingegen ist es man es Privatpatient mit allen positiven wie negativen Folgen gewöhnt, zahlender Kunde zu sein, auch wenn eine selbstbewusste Einstellung in dieser Hinsicht gerade bei den nichtärztlichen Mitarbeitern oft auf Unverständnis stößt.

So scheinen die IGeL-Leistungen weder der Gesundheit noch dem Arzt-Patientenverhältnis zu nützen. Ob die hierdurch erzielten Einnahmen der Vertragsärzte den Vertrauens-, und damit Patientenverlust kompensieren können, bezweifel ich. Denn niemand sollte vergessen, dass in den meisten Arztgruppen weiterhin ungefähr 80 % der Einnahmen mit GKV-Patienten erzielt werden. Von PKV-Patienten und IGel-Leistungen wird in den meisten Regionen kein Arzt leben können.

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