Dummheit, Wissenschaftsfreiheit oder einfach richtig gut?

Ausnahmsweise etwas nicht zum Gesundheitsrecht, aber für mich als Doktoranden ebenfalls mitteilungswert: Nach Medienberichten hat eine Mitarbeiterin des Norddeutschen Rundfunks nebenberuflich – d.h. neben ihrer Voll- oder Teilzeitstelle – eine juristische Doktorarbeit darüber verfasst, dass die Finanzierungsgrundlage ihres Arbeitgebers, der neue Rundfunkbeitrag, verfassungswidrig ist.

Ich weiß noch nicht, ob die Dame mir leid tut, ich sie bewundere oder mich über diesen kleinen Coup freue. Aber wissenschaftlich zu untersuchen, dass der eigene Arbeitgeber an einer für ihn lebensnotwendigen Stelle rechtswidrig handelt und das auch noch, wie es bei wissenschaftlichen Arbeiten ja notwendig ist, zu veröffentlichen, ist schon ein starkes Stück.

Eine andere Frage ist es natürlich, ob das ihrer Karriere dienlich ist, ob ihr Verhalten von zukünftigen Arbeitgebern honoriert wird, die vielleicht dann einen Fachaufsatz über sich lesen müssen und ob die über den Rundfunkbeitrag angerufenen Gerichte sich von der Arbeit der Dame beeindrucken lassen.

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