Keine Hochschulabsolventen

Nach einem Bericht der Ostsee-Zeitung droht vielen Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern das Aus.

Ich habe derzeit keine Erkenntnisse über die tatsächlich wirtschaftliche Situation von Apothekern (bloße grobe Umsatzzahlen gibt es vom ABDA hier als .pdf), kenne einerseits solche, die sehr gut leben, andererseits solche, die ihre Berufswahl finanziell doch etwas bereuen, aber die Aussage, die die Ostsee-Zeitung dem Geschäftsführer des Apothekerverbandes MV zuschreibt, gibt mir doch zu denken:

„Mit 3000 Euro brutto könne man keine Hochschulabsolventen locken“

Man kann darüber streiten, ob man mit 3000 Euro brutto ein angemessenes Leben führen kann oder will. Aber außerhalb der Pharmazie, bei Juristen und Geisteswissenschaftlern, gelten 3000 Euro brutto als durchaus normaler bis guter Verdienst für Berufseinsteiger. Um aber bei den Pharmazeuten selbst zu bleiben: Sicherlich zahlt die pharmazeutische Industrie deutlich besser, aber die Kaufkraft von 3000 Euro brutto ist in den Kleinstädten Mecklenburg-Vorpommerns auch eine deutlich andere als in den rheinländischen Großstädten.

Schreibe einen Kommentar