Providerwechsel und kein Ende – Teil 2

Mein Providerwechsel hat allmählich sehr nervige bis absurde Züge angenommen: Nachdem trotz fehlenden Vertragsschlusses das Geld von meinem Konto abgebucht wurde, lies ich es natürlich sofort zurückbuchen.

Einige Tage später mahnte mich mein Provider ganz selbstverständlich und „bat“ um Zahlung.

Zum Glück besitze ich ein Faxgerät mit qualifizierter Faxbestätigung, so dass ich mehrfach darauf hinweisen konnte, keinen Vertrag geschlossen zu haben. Dummerweise verfügt das Faxgerät über keine Funktion, die die Gegenseite zum Lesen – und vor allem Verstehen – der Faxe zwingt. So trudelte einige Zeit später die nächste Mahnung ein.

Mittlerweile hatte ich über eine Hotline einen Mitarbeiter erreicht, der mir per E-Mail (allein den Kundenservice eines Telekomunternehmens zu einer E-Mail zu bewegen ist anstrengend) bestätigte, ich sei nach BGB-Fernabsatzrecht von dem Vertrag zurückgetreten. Nun gut, ich hatte den Vertrag zwar nie geschlossen, aber mir dies zu bestätigen, fühlte sich der gute Mann außer Stande. Auf jeden Fall hatte ich nun die Bestätigung, keinen wirksamen Vertrag mit der Telekom-Tochter geschlossen zu haben.

Meine diversen Bitten per Mail und Fax, dies zur Kenntnis zu nehmen, verhallten allerdings ungehört. Schließlich drohte man mir sogar an, alle noch laufenden Verträge zu kündigen und die gehosteten Domains der Denic zurück zu geben. Einmal abgesehen davon, dass die Rückgabe von Domains an die Denic bei bezahlten Verträgen muntere Schadensersatzansprüche meinerseits auslösen würde, war dies reichlich lächerlich – denn sämtliche Domains waren seit Wochen bei meinem neuen Anbieter. Entweder dies ist eine übliche Standardflosel, oder bei dem Provider weiß wirklich niemand, welche Verträge mit welchem Kunden geschlossen wurden.

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